Bei dem iPhone und iPad und iWasweißichwas-Hype kommt man ja als Webentwickler nicht mehr darum herum auch aufzurüsten und seinen Content auch auf Briefmarkengröße anzubieten. Bei WordPress ist das glücklicherweise sehr einfach. Das Plugin WPtouch erweitert den Blog und stellt auf iPhones ein passendes und optimiertes Theme zur Verfügung. Das habe ich für diesen Blog mal gemacht und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Also: wer jetzt mobil auf blog.aditu.de surfen will kann das jetzt problemlos machen
Die Nachricht ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich will dennoch nicht darauf verzichten darüber zu bloggen: deviantArt hat eine neue Version seiner Seite online gestellt. Den offiziellen Newsbeitrag mit den Neuerungen und weiteren Informationen findet ihr hier: “deviantArt Launches Version 7“.
Seit einiger Zeit ist die neue Version schon als Beta online gewesen, so habe ich also alles schon einige Wochen austesten können. Die herausragendste Neuerung ist das erleichterte Navigieren durch die Galerien. Die Anzeigebereiche wurden vergrößert, das Wählen des Zeitfensters wurde durch ein komfortables Dropdown Menü ersetzt (das ich in einer ähnlichen Form auch in der nächsten Version von rsslounge einführen werde) und das Anzeigen der Bilder geht flüssiger und benötigt keinen kompletten Seitenreload, was einen angenehmen und schnellen Eindruck hinterlässt. Auch das neue, schlichtere Design kann überzeugen.
Ich kann nur jedem Empfehlen einen Blick darauf zu werden. Man bekommt echt Lust sich durch zu klicken. Für mich als langjährigen deviantArt-Fan steht das sowieso immer mal wieder auf dem Plan
Jetzt ist es schon wieder einige Zeit her, dass ich hier etwas geschrieben habe und ich denke ich gebe mal ein Lebenszeichen von mir. Natürlich gibt es zahlreiche interessante Themen in meiner Queue zum bloggen, aber wie immer findet man nicht die Zeit oder nötige Ruhe dazu.
Die Problemstellung
Nun aber zum Thema: für ein aktuelles Projekt benötige ich, von meiner PHP Webapplikation heraus, den Zugriff auf einige Hardwarekomponenten. Zudem will ich einige Fremdbibliotheken verwenden, die sehr rechenintensive Aufgaben übernehmen und auch nur in C++ zur Verfügung stehen. Die Frage ist also: wie kann ich diese Komponenten an mein PHP Programm ankoppeln?
Für Java gibt es eine ganz gute Server Bridge, die innerhalb der Java Virtual Machine einfach einen kleinen Server startet, der XML Anfragen entgegen nimmt, stellvertretend ausführt und das Ergebnis, auch wieder über eine XML Kommunikationsschnittstelle, zur Verfügung stellt. Die nötige PHP Klasse wird ebenfalls durch den Java Server direkt zur Verfügung gestellt. Eine ähnliche Bridge Lösung bringt auch der Zend Server bereits out of the box mit.
Für C++ habe ich so eine Lösung nicht gefunden und als weiteren Ansatz überlegt, eine PHP Extension zu entwickeln. Sowohl für Linux, als auch für Windows, gibt es hier Tutorials (siehe “Extension-Entwicklung unter WAP“, “Wrapping C++ Classes in a PHP Extension” oder “Extension Writing Part I: Introduction to PHP and Zend“). Allerdings ist, neben den Tutorials, der ganze Vorgang nicht gut dokumentiert und scheinbar muss das Kompilat der Extension exakt dem des verwendeten PHP Kompilats entsprechen. Insgesamt also eher eine wackelige Angelegenheit.
Lösungsansatz
Meine Lösung ist hingegen pragmatisch und verfolgt eine eher losere Kopplung: Meine C++ Komponenten werden in ein eigenständiges Programm ausgelagert, das selbst, über einen gewöhnlichen HTTP Server, die benötigten Dienste zur Verfügung stellt. Dabei orientiere ich mich an dem REST Architektur Prinzip und binde jeweils eine Teil-Funktionalität an eine feste URL. Die Parameter und Rückgabewerte werden mittels JSON kodiert. Von PHP Seite aus, wird der Aufruf der C++ Komponenten sauber gekapselt, so dass für das PHP Programm der Eindruck entsteht, dass eine gewöhnliche Funktion aufgerufen wird.
Welche Vor- und Nachteile hat das Vorgehen? Zum einen ist die in C++ implementierte Funktionalität sauber gekapselt und von der Webapplikation getrennt. Dadurch wird die Software leichter wartbar. Durch eine saubere Schnittstellendefinition, kann die C++ Serverkomponente auch unabhängig vom Wissen über die PHP Applikation gepflegt werden. Zum anderen entsteht aber ein zusätzlicher Aufwand (mit zusätzlichen Fehlerquellen). Die Schnittstelle muss definiert und implementiert werden, ein Fehlerhandling muss durchgeführt werden und eine zusätzliche Serverapplikation muss gestartet werden, was hinsichtlich der Sicherheit berücksichtigt werden muss. Dennoch halte ich die Lösung für die eleganteste, denn sie nutzt genau die Vorteile der Vernetzung und der losen Kopplung aus. So könnte die C++ Komponente bei höherer Last auch leicht auf einen eigenen Server umgezogen oder unabhängig von der Webapplikation betrieben werden.
Implementierung
In der Theorie hört sich natürlich immer alles ganz nett an, aber wie sieht das mit dem HTTP Server aus? Hier gibt es eine hervorragende C++ Bibliothek, mit der sich ohne großen Aufwand eine solcher HTTP Server realisieren lässt. mongoose heißt das Wunderding, steht unter der MIT Lizenz unter Google Code zur Verfügung. Es unterstützt Windows, Linux und Mac OS X, bietet eine CGI Schnittstelle, SSL Verschlüsselung, ACL, eine saubere API und ist nicht größer als 60 kB. Die Dokumentation ist zwar recht knapp, aber dank Beispiele findet man sich schnell zurecht und auch die API Beschreibung ist vollkommen ausreichend.
Will man einen eigenen Server starten, so muss zuerst ein neuer Context erzeugt werden:
struct mg_context* ctx; ctx = mg_start();
Mit mg_set_options, werden die Servereinstellungen geändert. Folgende zwei Zeilen deaktivieren das Directory Listing und setzten 8080 als Port.
mg_set_option(ctx, "dir_list", "no"); mg_set_option(ctx, "ports", "8080");
Aus Sicherheitsgründen erlaube ich nur einen Zugriff vom selben Rechner aus, also erlaube nur die IP Adresse 127.0.0.1:
mg_set_option(ctx, "acl", "-0.0.0.0,+127.0.0.1");
Mit mg_set_uri_callback kann ein Pointer auf eine eigene Funktion an eine URL gebunden werden. Diese wird aufgerufen, wenn der Client die URL aufruft, wobei die URL auch Wildcards enthalten kann.
mg_set_uri_callback(ctx, 'dosomething', &Server::dosomething, NULL);
Als dritter Parameter darf ein Pointer (void*) auf ein beliebiges Objekt übergeben werden. Die Callback Methode bekommt dazu alle notwendigen Parameter, wie die aktuelle Verbindung, den aktuellen Request und das zuvor übergebene Objekt (hier NULL) übergeben.
void Server::capture(struct mg_connection *conn,
const struct mg_request_info *request_info,
void *user_data) {
char* param = mg_get_var(conn, "param");
mg_printf(conn, "%s", "HTTP/1.1 200 OK\r\nContent-Type: text/html\r\n\r\n");
}
Mit mg_printf kann dann eine Antwort an den Client gesendet werden. Hier als einfaches Beispiel einfach nur ein OK (HTTP 200). In meinem Szenario wird hier der generierte JSON Text zurück gegeben. Mit mg_get_var können übergebene Parameter (POST, GET) ausgelesen werden. Wichtig: um memory leaks zu vermeiden, müssen diese mit mg_free wieder freigegeben werden.
Natürlich ist das nur die eine Hälfte. PHP muss jetzt auch Funktionen, auf dem Server, aufrufen können. Dazu kommt der Zend_Http_Client zum Einsatz. Dieser ist im Zend Framework enthalten, mit etwas Frickelei kann er aber auch aus dem Gesamtpaket heraus gepickt werden. Da ich aber das Zend Framework für die ganze Anwendung nutze, ist das Aufrufen der URL und das Decodieren des JSON Strings in einen Action Helper ausgelagert, der gleichzeitig eine einfache Fehlerbehandlung durchführt:
class JsonHttpHelper extends Zend_Controller_Action_Helper_Abstract {
public function get($url, $params = array()) {
try {
$client = new Zend_Http_Client($url);
foreach($params as $param=>$value)
$client->setParameterPost($param, $value);
$response = $client->request('POST');
$res = Zend_Json::decode($response->getBody());
if($response->isSuccessful()) {
return $res;
} else {
return array("error" => "request not successfully: ".$res["error"]);
}
} catch(Exception $e) {
return array("error" => $e->getMessage());
}
}
}
Bisher bin ich mit der Lösung sehr zufrieden. Besonders mongoose kann ich nur wärmstens empfehlen. Auch von der Verarbeitungsgeschwindigkeit ist das Ergebnis zufriedenstellend und kann sich sehen lassen. Um den Rahmen nicht zu sprengen, habe ich die serverseitige Generierung und Verarbeitung von JSON außen vor gelassen. Hier gibt es aber auch zahlreiche Bibliotheken, so dass die Suche nicht schwer fallen dürfte.
Ich habe in diesem Blog ja bereits einmal darüber geschrieben, wie man mit Hilfe des Zend Frameworks fremde Seiten verarbeiten kann. Einen zweiten, sehr eleganten Weg, wie man fremde HTML Seiten verarbeiten kann, bietet die Bibliothek phpQuery. Diese greift zwar auch auf das Zend Framework zurück, bringt davon aber nur zwei Teilkomponenten mit und ist dadurch viel schlanker.
phpQuery greift die Vorgehensweise von jQuery auf und bietet eine zentrale Funktion an, mit deren Hilfe DOM Elemente in einem Dokument selektiert werden können. Beispielsweise liefert die folgende Funktion alle ‘ul’ Elemente.
$uls = pq('ul');
Mit phpQuery hat man natürlich auch die Möglichkeit, wie bei jQuery auch DOM Elemente zu manipulieren, zu löschen oder neue einzufügen.
Will man also beispielsweise alle Suchergebnisse von Google abgreifen, so reicht folgender Code aus, der dann alle gefundenen URLs ausgibt:
require('phpQuery/phpQuery.php');
$q = "phpquery";
$doc = phpQuery::newDocument(
file_get_contents('http://www.google.com/search?q='.urlencode($q))
);
foreach(pq('.g', $doc) as $entry) {
$url = pq($entry)->find('.r a')->attr('href');
$title = pq($entry)->find('.r a')->html();
echo '<a href="'.$url.'">'.$title.'</a><br />';
}
Mir gefällt der Ansatz, die Funktionalität von jQuery teilweise in die Welt von PHP zu übertragen. Jeder, der in irgendeiner Form HTML in PHP verarbeiten muss, sollte sich diese Bibliothek auf jeden Fall genauer ansehen.
Es ist lange her, dass ich hier meine letzten Fotos vorgestellt habe. Um aber auch meine Blog Leser auf dem Laufenden zu halten, hier die letzten Fotos aus meiner Galerie.
Ende letzten Jahres haben wir (huhu Sascha und Julia
) eine kleine Fototour durch das nächtliche München gemacht. Es war eine ganz interessante Fotosession, wo wir zur ungewöhnlichen Zeit zwischen 3 Uhr bis 8 Uhr unterwegs waren und München beim Schlafen und Aufwachen zugesehen haben. Entstanden ist daraus eine kleine Fotoserie, die ich nun, wenn auch mit etwas Verspätung hier vorstellen will. Natürlich freue ich mich über Feedback.
zur Fotoserie: munich 3 to 8
Heute feiert der populäre phphatesme Blog seinen 500. Beitrag und präsentiert sich im Zuge des Jubiläums in einem neuen Design. Mir gefällt das neue Layout sehr gut, es ist schlicht und übersichtlich. Natürlich gibt es auch ein Gewinnspiel mit interessanten Bücher, Eintrittskarten und Zeitungsabos als Preise.
Wer meinen Blog liest, kennt phphatesme bereits von meinem Gastbeitrag über rsslounge. Jedem anderen empfehle ich einen Blick auf den Blog zu werfen, der täglich interessante Themen aus der Softwareentwicklung mit PHP aufgreift.











