Bisher bin ich überzeugter Benutzer von XnView, einem freien und kostenlosen Bildbetrachter. Nachdem mir nun aber eine Lizenz für das neue ACDSee Pro 3 zugeflogen ist, habe ich mich entschlossen das Bildverwaltungstool eingehender zu testen.

Das Programm ist seit Anfang Oktober zu haben und wirbt mir einer Menge neuer Features, hier mal kurz gelistet:

  • Intuitive Nutzeroberfläche
  • Bahnbrechender Bildverarbeitungs-Modus
  • Verbesserte flexible, zerstörungsfreie Verarbeitungseinstellungen
  • Regler zum Bearbeiten der Lebendigkeit im Bild
  • Erweiterte Farbe Bild-Verarbeitungs-Werkzeug
  • Bequemer FTP-Uploader
  • Kostenloses Veröffentlichen und Speichern von Fotos online
  • SMTP-Email Unterstützung

Um den Workflow eines Fotografen best möglichst zu unterstützen, gliedert sich die Anwendung in vier Bereiche: Verwalten, Ansicht, Verarbeiten und Online.

Screenshot ACDSee Pro 3

Die Featureliste liest sich ganz gut, aber ich bin immer skeptisch bis zu letzten Sekunde. Ein erster Test zeigt aber, dass die Software einiges unter der Haube hat. Sie läuft schnell und stabil. Der Aufbau ist eben genau so, wie man es sich von einem Bildbetrachter erwartet (sowohl von der Struktur als auch von der Bedienung). An der Stelle ist, mit Ausnahme der stimmigeren Oberfläche und dem schön aufbereiteten Histogramm der Unterschied zu XnView nicht groß. Sehr schön sind allerdings einfach zu erreichende Buttons um Bilder z.B. zu versenden oder eine Diashow zu erstellen. Zudem kann die aktuelle Ansicht als Arbeitsbereich gesichert werden (um so die Menüstruktur zu speichern und ggf. später wieder herstellen zu können).

Wo ACDSee eindeutig die Nase vorne hat, ist im Modus “Verarbeiten”. Hier kann das jeweilig gewählte Bild bequem bearbeitet werden, wobei neben der herkömmlichen Aktionen (Größe ändern, Kontrast, etc.) es komfortable Regler für Einstellungen wie “Temperatur”, “Beleuchtung” oder “Lebendigkeit” hat. Es lassen sich so sehr schnell die wesentlichen Optionen eines Bildes manipulieren und verbessern. Wobei mein Favorit die Option “Temperatur” ist, womit die wärmere oder kühlere Farbtöne verstärkt werden können. Es lassen sich mittels “Beleuchtung” und “Belichtung” auch sehr gut Fehler in der Belichtung des Bildes korrigieren.

Screenshot ACDSee Pro 3

Ein Reiter Geometrie erlaubt es auch, mit Hilfe von Gitternetzlinien Verzerrungen zu korrigieren. Hier habe ich noch keine so gute Implementierung gesehen. Bisher hat hier bei mir die “perspektivisch Verzerren” Funktion von GIMP herhalten müssen.

Zudem können Bilder auch direkt über ACDSee online gespeichert und mit anderen geteilt werden. 2GB stellt ACDSee dafür zur Verfügung. Sicher ein Argument für das Programm, aber eine Funktion die für mich nicht so wichtig ist.

Fazit: Insgesamt ist ACDSee Pro 3 eine echt super Software. Was XnView kann, steckt auch alles in ACDSee (z.B. Stapelverarbeitung, Diashows erstellen, HTML Galerie erstellen usw.). Der Bearbeitenmodus ist aber eindeutig besser und erlaubt für einen Fotografen intuitivere Einstellungsmöglichkeiten und ein viel schnelleres und bequemeres Aufbereiten der Fotos. Auch der Online Modus und die Möglichkeiten Arbeitsbereiche zu speichern sind tolle Erweiterungen. Ob das den Preis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Mit ACDSee Pro 3 liegt man auf jeden Fall nicht falsch.

Weitere Infos: http://de.acdsee.com/

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